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SUMMARY:Yefim Bronfman, Alan Gilbert & NDR Elbphilharmonie Orchester
DESCRIPTION:Veranstaltungsinfos\nVirtuosität und Poesie – Bereits zu Lebzeiten als Legende gehandelt zu werden, zeugt vom außergewöhnlichen Rang eines Pianisten. Doch sogar in einem internationalen Bestseller ein literarisches Denkmal gesetzt zu bekommen, dürfte fast einzigartig sein. Schriftsteller Philip Roth erging sich in „Der menschliche Makel“ in einer ausführlichen Beschreibung seiner Faszination mit der Erscheinung und dem Spiel von Yefim Bronfman – einem Prometheus, der all sein Feuer am Ende des Konzerts wieder mitnimmt, sein Publikum jedoch unauslöschlich entflammt zurücklässt. Die unleugbare Kraft ist jedoch nur eine der Qualitäten von ­Bronfmans Zugriff; schon Lehrer Leon Fleisher bescheinigte ihm, absoluten Willen, Kopf und Herz gleichermaßen zu benutzen, und der Münchner Merkur lobte 2022 die phänomenale Präzision des „lyrischen Löwen“, der die volle Pranke ebenso einzusetzen wisse wie die Samtpfote. Lange schon ist Rachmaninows berüchtigt schweres 3. Klavierkonzert ein Paradestück in Bronfmans ­Repertoire. Dennoch findet der Pianist immer wieder einen frischen Zugang, der keinerlei Routine aufkommen lässt – und liebt an dem Werk die „überlebensgroße“ Virtuosität ebenso wie die große Poesie, die selbst Klassik-Einsteiger zu begeistern wisse.\nDas Wiedersehen mit dem Tastentitanen ist zugleich auch das ­erste Gastspiel von Alan Gilbert bei den Albert Konzerten. Als erster gebürtiger New Yorker war Gilbert von 2009 bis 2017 Chef der dortigen Philharmoniker; seit 2019 leitet er das Elbphilharmonie Orchester des NDR. Diesen Klangkörper wird er in Freiburg durch Tschaikowskys 4. Symphonie navigieren, deren schicksalhaft schmetternder Beginn den Ton für ein wogendes Seelendrama setzt. Wenngleich es naheliegt, darin Parallelen zum bewegten Leben des Schöpfers zu suchen, hat doch Tschaikowsky selbst darauf bestanden, dass jeder Künstler ein Doppelleben lebe: „das allgemein menschliche und das künstlerische, wobei die beiden Bereiche durchaus nicht miteinander übereinstimmen müssen.“\nProgramm:\nRachmaninow, Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30\nTschaikowsky, Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36\nYefim Bronfman, Klavier\nAlan Gilbert, Dirigent\nNDR Elbphilharmonie Orchester\nYefim Bronfman | Foto © Frank Stewart\n
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